Hier findest du Infos zu
- Würz- und Basiszutaten & was man immer im Haus haben sollte
- Grundnahrungsmittel, Beilagen und ihre Zubereitung
- Noch ein paar Grundrezepte
- Gemüse und seine Zubereitung & was man wodurch ersetzen kann
- Mengenangaben & wie viele Tassen pro Person gerechnet werden
- Kochtechniken und Fachbegriffe
- Und die dazu nötigen Utensilien und Geräte
Würz- und Basiszutaten
Öl: Olivenöl, natürlich extra vergine (erste Kaltpressung), ist gesund, geschmackvoll und eignet sich gut zum Braten. Nur für klassisch deutschen Gurken- und Kartoffelsalat und für asiatische Gerichte ist sein starker Eigengeschmack etwas unpassend. Hitzebeständig sind auch raffiniertes Sonnenblumen-, Raps-, Maiskeim-, Erdnuss- und Traubenkernöl.
Leinöl (Omega 3-Fettsäuren!), Kürbiskernöl oder wohlschmeckende Nussöle sind hingegen nicht zum Braten geeignet, sondern nur für Salate oder zum Träufeln über Kartoffeln oder Rührei.
Öl ist selbst kein Gewürz, dafür aber ein Geschmacksträger. Einige der besten italienischen und spanischen Gerichte schwimmen nur so in Olivenöl (und die Leute in diesen Ländern haben eher weniger Übergewicht als anderswo). Spare also nie am Öl!
Sesamöl: aus geröstetem Sesam ist ein exzellentes Würzmittel und keinesfalls zum Braten geeignet. Das helle aus ungeröstetem Sesam hat dagegen nur wenig Eigengeschmack.
Brühe: braucht man oft in kleinen Mengen für eine Sauce oder zum Aufgießen. Wenn im Rezept einfach nur „Brühe“ steht, ist es im Allgemeinen völlig ausreichend, die entsprechende Menge Wasser plus Brühwürfel oder Gemüsebrühepaste zu nehmen. Für asiatische Rezepte geht auch Miso-Paste (s.u.).
Anders verhält es sich bei Suppen und Eintöpfen. Auch Risotto schmeckt mit richtiger Brühe besser. Es gibt ganz anständige Gemüsebrühe fertig im Glas zu kaufen. Bei den Grundrezepten steht auch ein Rezept für selbstgemachte Gemüsebrühe.
Sojasauce: taugt keineswegs nur für Asiatisches. Sparsam eingesetzt, gibt sie auch europäischen Klassikern einen satten Umami-Hintergrund. Sogar für Salatsaucen ist sie eine tolle Bereicherung.
Wenn man nur eine Flasche im Haus haben will, empfehle ich die japanische (Kikkoman als deren bekanntester Vertreter) oder "helle" Sojasauce, da sie weniger süßlich ist.
Miso: besteht so ähnlich wie Sojasauce auch vor allem aus fermentiertem Soja. Es ist aber eine dicke Paste, die einen noch intensiveren Umami-Geschmack liefert. Es gibt verschiedene Sorten, etwa weiß und rot, aber für meine ohnehin nicht sonderlich originalgetreuen Rezepte ist es egal, welche du nimmst. Du kannst damit auch eine schnelle Brühe machen, indem du Miso in Wasser aufkochst.
Fischsauce: ist, man kann es nicht leugnen, nicht vegetarisch. Ich benutze sie trotzdem gelegentlich, weil ihr Umami-Geschmack unnachahmlich ist, und wenigstens werden dafür nur Fischabfälle vergoren. Inzwischen gibt es aber auch vegane Fischsauce zu kaufen.
Austernsauce: ist ähnlich, aber dickflüssiger. Eine vegane Version gibt es anscheinend (noch) nicht zu kaufen, aber man findet Rezepte dafür im Internet.
Algen: sind ein halbwegs guter Ersatz, wenn man das fischige Umami sucht, aber auf Sardellen oder Fischsauce verzichten will. Im Bioladen gibt es inzwischen verschiedene Sorten, die du einfach mal ausprobieren kannst.
Die meisten muss man vorher einweichen, danach ausdrücken und, wenn man sie braten will, auch abtrocknen. Nur Nori (die Blätter, die um Sushi-Rollen gewickelt werden) wird nicht eingeweicht, sondern ein paar Minuten im Ofen oder über der Gasflamme geröstet. Man kann sie danach zerbröseln als eine Art fischiges Gewürz.
Chilisaucen: Plural, denn ich benutze verschiedene:
Gochujang, eine koreanische relativ milde Chilipaste, die ebenfalls fermentiert ist und damit viel Umami bringt. Ist in (fast) jedem Asienladen erhältlich.
Sambal Oelek, eine indonesische Chilisauce, die neutraler als Gochujang schmeckt. Sie ist auch etwas flüssiger und daher leichter schnell unterzurühren. Und leichter zu bekommen, gibt’s nämlich im Supermarkt.
Thai-Currypaste, eigentlich auch eine Chilipaste, aber mit weiteren Würzzutaten wie Zitronengras und Korianderwurzel. Es gibt verschiedene Kombinationen und Schärfegrade – die grüne mit grünen Chilis ist die schärfste; ich ziehe die relativ milde gelbe vor.
Harissa, eine marokkanische bzw. tunesische Chilisauce kann man leicht durch Sambal Oelek mit Kreuzkümmel, Koriandersamen, Knoblauch und Olivenöl ersetzen.
Sriracha wird zum Nachwürzen auf den Tisch gestellt.
Geräuchertes Paprikapulver (auch Räucherpaprika): kommt aus Spanien, wo es Pimentón de la Vera heißt, und bringt auch ohne Speckwürfel anzubraten echten Fleischgeschmack in die Tomatensauce oder in den Bohneneintopf. Es ist so kräftig im Geschmack, dass man es sparsam dosieren muss und nicht einfach anstelle von normalem Paprikapulver einsetzen kann. Kaufen kann man es inzwischen in manchen Feinkost- oder Gewürzläden; ansonsten im Internet. Der Beschaffungsaufwand lohnt sich.
Parmesan: ist einer der wichtigsten Umami-Lieferanten für die nicht-asiatische Küche – nicht nur die italienische. Ich kaufe ihn aus Gründen der Zeitersparnis schon fertig gerieben. Es gibt verschiedene Sorten, aber für unsere Zwecke hier ist egal welche geeignet.
Veganer Parmesanersatz lässt sich herstellen, indem man Cashewnüsse oder Mandeln mit Hefeflocken und etwas Salz im Mixer zerkleinert.
Saure Sahne, Schmand, Crème fraîche: unterscheiden sich im Fettgehalt (in aufsteigender Reihenfolge). Selbstverständlich ziehe ich Crème fraîche vor, etwas anderes gibt es hier in Frankreich gar nicht. Veganer Ersatz ist völlig okay, ein Rezept zum Selbermachen steht unter Grundrezepte.
Joghurt: Ich nehme am liebsten griechischen Joghurt, der viel sahniger als die heimische Variante ist. Inzwischen aber auch immer häufiger Sojajoghurt. Der ist nicht so sahnig, aber geht auch, wenn man ihn nur für eine Sauce oder einen Klacks obendrauf nimmt.
Sesam: kauf hierfür möglichst schon gerösteten Sesam. Sonst selber rösten: auf der trockenen Pfanne, im Ofen, in der Mikrowelle oder in der Heißluftfritteuse. Oder du nimmst àGomasio.
Gomasio: besteht aus mit Salz zermörsertem Sesam und ist im Asien- und im Biohandel erhältlich. Sehr praktisch und geschmackvoll – aber man muss es zügig verbrauchen, denn es wird nach einiger Zeit geschmacklos bis ranzig.
Tahini: die arabische Sesampaste (gibt’s auch in türkischen Läden) sorgt für vegane Cremigkeit. Ähnlich wie Mandelmus.
Honig: ist zwar nicht vegan, aber obwohl ich vegane Ernährung für wirklich sinnvoll, ja notwendig halte, hört es beim Honig für mich auf. Haltungsbedingungen, Antibiotika, Methan-Ausstoß, Futtermittelimporte und dergleichen – bei Bienen kein Problem.
Das einzige Problem ist die mögliche Konkurrenz mit Wildbienen. Aber: wo es genügend blühende Pflanzen gibt, finden sowohl Honig- als auch Wildbienen ausreichend Nahrung. Wo nicht, ist das nicht die Schuld der Honigbienen. Wer etwas gegen das Artensterben tun will, muss bei der Landwirtschaft ansetzen – und nicht beim Honig.
Wer sich bei einem als vegan gekennzeichneten Rezept über den Honig ärgert, ersetze ihn bitte einfach durch Agavensirup.
Wein, Reiswein, Sherry: Da wir Wein hier meist nur zum Ablöschen brauchen, reicht ein billiger Weiß- bzw. Rotwein; jede edle Note würde eh nur verdampfen. Mit Reiswein ist auch kein edler japanischer Sake gemeint, sondern chinesischer Reiswein (Asienladen, manchmal auch Supermarkt). In manche spanischen Gerichte gehört Sherry, aber dafür funktioniert Reiswein auch überraschend gut.
Essig: passt nicht nur in Salat, sondern gibt auch Suppen, Eintöpfen und Ragouts einen Kick. Weinessig kann auch zum Aufgießen genommen werden. Beim Einkochen verdampft der größte Teil der Säure, aber es bleibt das Aroma.
Mit einem italienischen Balsamico ist man meines Erachtens am besten bedient. Er hat ein kräftiges Aroma, ohne so beißend wie etwa Apfelessig zu sein (wer dessen angeblichen Gesundheits-Benefits haben will, möge einfach öfter einen Apfel essen). Nur manchmal stört seine sehr dunkle Farbe. Für beispielsweise Gurkensalat und für die asiatische Küche habe ich immer einen Reis- oder Weißweinessig im Haus.
Zitronen, Limetten: wirken ähnlich wie Essig, nur fruchtig-frischer. Limette gehört in viele asiatisch angehauchte Gerichte und passt super zu àIngwer.
Zitronenzeste: Auch die geriebene Schale ist ein Super-Geschmacksbringer; dafür empfiehlt sich eine gute, scharfe Reibe. Für die Zesten, die man auch hinterher übers Essen streuen kann (sehr dekorativ) ist ein Zestenreißer nützlich. Oder man schält die Schale ganz dünn mit dem Sparschäler ab und schneidet sie anschließend in dünne Streifchen.
Ingwer: ist zusammen mit Knoblauch die perfekte Basis für alle asiatischen Gerichte – und nicht nur diese. Man muss ihn nicht schälen. Aber man sollte ihn, um die Längsfasern nicht zwischen den Zähnen zu haben, in dünne Scheiben schneiden und dann eventuell (oder auch nicht) hacken.
Man kann ihn entweder am Anfang mit anbraten oder hinterher ins Essen reiben – mit der Reibe, die wir für die Zitronenschale eh schon angeschafft haben.
Ingwer nehme ich übrigens auch oft für thailändische Gerichte, in die eigentlich der verwandte Galgant hineingehört (den man nur mitkocht, aber nicht mitisst), da man diesen nicht immer und überall bekommt.

Koriander: bezieht sich hier immer auf die frischen Korianderblätter. Sonst schreibe ich Koriandersamen. Passt nicht nur zu südasiatischen Gerichten, sondern auch zu lateinamerikanisch inspirierten.
Das Kraut ist, wie man im Englischen sagt, ein „acquired taste“: Die meisten Leute müssen sich ein paar Mal durchbeißen, bevor sie es nicht mehr als seifig empfinden. Aber hat man sich erst mal überwunden, möchte man es nicht mehr missen!
Tapenade: ist eine Olivenpaste (aus schwarzen oder grünen Oliven, die schwarze ist etwas herber), manchmal auch unter der Bezeichnung Olivenaufstrich zu finden.

Pantry Basics
- Salz
- Olivenöl und ein anderes hitzebeständiges Öl (Raps, Sonnenblumen, Maiskeim…)
- Balsamico-Essig und ein heller Essig (Reis-, Weißwein- oder Apfelessig)
- Brühwürfel oder Gemüsebrühepaste
- Tomatenmark (in der Tube, weil man oft nur ein bisschen braucht)
- Mehl
- Stärkemehl (Kartoffelstärke)
- Semmelbrösel und/oder Panko-Paniermehl (besonders knusprig)
- Rohrzucker (hellbraun oder dunkelbraun)
- Honig (oder Agavensirup)
- Sojasauce
- Fischsauce (bzw. vegane Fischsauce)
- Reiswein und/oder Sherry (zum Kochen lässt sich das gut gegeneinander tauschen)
- Sesamöl (aus geröstetem Sesam)
- Chilipaste (mindestens Sambal Oelek, am besten auch Gochujang)
- Gewürze: Pfeffer (unbedingt frisch aus der Mühle), Chiliflocken, Paprikapulver, Zimt, Kreuzkümmel und Curry oder besser Garam Masala.
Kräuter: Rosmarin, Oregano und Herbes de Provence.
Über diese Grundausstattung hinaus würde ich auch Lorbeerblätter, Muskat, Nelken, Koriandersamen, Kardamom und geräuchertes Paprikapulver empfehlen.
Wenn man wenig kocht, lieber nicht so viele Gewürze kaufen, weil sie nach einiger Zeit an Aroma verlieren. Getrockneter Koriander, Liebstöckel und Basilikum schmecken so schnell nach gar nichts mehr, dass man sie sich schenken kann.
Grundnahrungsmittel, Beilagen und ihre Zubereitung
Kartoffeln: kann man vor oder nach dem Kochen schälen oder im Fall junger Kartoffeln auch gar nicht (soll gesund sein, aber ich finde die Fetzen im Mund unangenehm). Pellkartoffeln, also die in der Schale gekochten, behalten mehr Vitamine. Die Konsistenz von Salzkartoffeln, ohne Schale gekocht, ist dafür etwas lockerer, und sie werden je kleiner geschnitten desto schneller gar.
Die genaue Garzeit hängt ganz stark von der Größe der Kartoffelstücke ab. Ganz fein gewürfelt, brauchen sie nur 10 Minuten, halbiert oder geviertelt kann es auch 20 Minuten dauern. Pellkartoffeln mache ich am liebsten im Schnellkochtopf. Es empfiehlt sich eine Garprobe: Mit dem Messer anstechen – das darf auf keinen Widerstand mehr treffen.
Festkochende Kartoffeln nimmt man für Salz- und Pellkartoffeln, vorwiegend festkochende für Bratkartoffeln und Pommes und überhaupt eigentlich für alles und mehlige für Pürees und Suppen (sowie Kartoffelteig, Gnocchi und dergleichen). Kartoffelsalat macht man in Bayern mit mehligen Kartoffeln und nördlich der Main-Linie mit festkochenden.
Reis: Am schnellsten gar werden Basmati- und Parboiled Reis, am längsten braucht ungeschälter Reis.
Risottoreis ist ein eigenes Thema. Es ist ein spezieller Reis und eine spezielle Zubereitung (siehe unter Rezepten).
Als Beilage rechnet man eine drittel Tasse Reis pro erwachsener Person mit der zweifachen Menge Wasser und etwas Salz. Vorheriges Abspülen ist nicht nötig.
Ich koche gerne die doppelte Menge, weil man den fertigen Reis am nächsten oder übernächsten Tag für ein weiteres schnelles Gericht nutzen kann, beispielsweise Bratreis, chinesischer Eierreis, Auflauf, gefüllte Paprika, Reissalat oder Bowls.
Die einfachste Zubereitungsweise: für jede Person ein kleines Häufchen, etwa halb so groß wie die späteren Portionen werden sollen, in den Topf schütten. Mit so viel kaltem Wasser bedecken, dass es bis zum ersten Zeigefingergelenk über dem Reis steht – etwas niedriger für weniger Reis, etwas höher für mehr Reis.
Salzen (für zwei Personen etwa ein viertel Teelöffel), das Ganze mit Deckel aufkochen und anschließend bei Stufe 1 des Elektroherds ziehen lassen. Das dauert je nach Reissorte 15 bis 20 Minuten, aber bei der geringen Hitze kommt es nicht auf die Minute an.
Bei Gasherden lohnt sich eine spezielle Metallplatte als Untersetzer, die ein Anbrennen oder Ankleben am Boden vermeidet; trotzdem sollte man hier öfter umrühren.
Nudeln: Italienische Pasta kommt bekanntlich in zig Formen, wovon man aber mindestens zwei im Haus haben sollte: Spaghetti für cremige und ölige Saucen sowie Tomatensauce und dickere kürze Nudeln wie Penne, Farfalle oder Fusilli für Gemüsegerichte, Aufläufe und alles andere. Dazu kommen Tagliatelle (Eier-Bandnudeln).
Kritharaki (Vogelzungen) aus Griechenland, in Italien Orzo genannt, sind kleine Nudeln in Reisform, die man als Beilage oder Suppennudeln nehmen kann oder für eine Art Risotto (1/2 Tasse pro Person plus doppelte Menge Flüssigkeit).
Pro Erwachsenem ca. 150g Pasta in sprudelnd kochendem Wasser mit mindestens einem gehäuften Teelöffel Salz kochen – ohne oder mit schräg aufgesetztem Deckel, weil das stärkehaltige Nudelwasser leicht überkocht und dann an Deckel und Herd klebt.
An die auf der Packung stehende Kochzeit – sie hängt von der Art der Nudeln ab – sollte man sich recht genau halten. Und dann die Nudeln ganz kurz mit kaltem Wasser abschrecken, damit sie gerade genug abkühlen, um nicht noch weicher zu werden.
Für das Abmessen der Portionen bei Spaghetti gibt es spezielle Portionierer zu kaufen, oder man merkt sich, wie weit man Daumen und Zeigefinger drumwickeln kann; nach kurzer Zeit hat man das drauf. Bis dahin im Zweifel eher zu viele Nudeln nehmen und die Reste in einer Suppe zweitverwerten oder als Beilage in Butter oder Olivenöl braten.

Asiatische Nudeln: Es gibt viele Länder in Asien und in jedem mehrere Sorten Nudeln – beschränken wir uns auf die wichtigsten. Für die Kochzeit muss man einfach auf die Packung schauen.
- Chinesische Instantnudeln stehen für die schnelle Küche an erster Stelle. Sie brauchen meist nur zwei bis drei Minuten, und man muss sie überdies nicht mal abmessen. Je nachdem, wie viel weitere Zutaten in das Gericht kommen, nimmt man einfach einen bis anderthalb Blöcke pro Person. Für Nicht-Chinesen einfacher zu essen sind sie, wenn man die Blöcke zerbricht, während man sie ins kochende Wasser wirft. Ich nehme sie manchmal als Beilage, wenn mir das Reiskochen zu lange dauert.
- Reisnudeln passen gut in Suppen – sie werden so schön glitschig. Es gibt sie in vielerlei Varianten, aber da es uns hier nicht auf größte Originaltreue ankommt, kann man einfach irgendwelche nehmen. In koreanischen Restaurants in New York wurden die gekochten Nudeln für die westlichen Gäste mitunter mit einer großen Schere zerschnitten, das machte das Essen einfacher.
- Soba-Nudeln sind dünne, feste japanische Nudeln aus Buchweizenmehl, die entfernt an europäische Vollkornspaghetti erinnern.
- Udon-Nudeln, ebenfalls aus Japan, sind sehr dicke und weiche lange Nudeln, die sehr sättigend sind.
Couscous: Perfekt für die ganz schnelle Küche. Als Beilage pro Person 1/3 Tasse Salzwasser oder Brühe aufkochen. 1/3 Tasse Couscous einrühren, vom Herd nehmen und mit Deckel 5 Minuten ziehen lassen. Am Schluss einen Schuss Olivenöl mit der Gabel unterrühren und auflockern, fertig.
Polenta: Was früher stundenlanges Kochen und Rühren erforderte, gibt es inzwischen vorgekocht sogar als Zwei-Minuten-Polenta zu kaufen. Pro Person muss man eine viertel Tasse Polenta und eine Tasse Wasser oder Wasser mit (Hafer-)Milch rechnen. Salzen und rühren nicht vergessen. Am Ende kann man einen Löffel Butter oder Olivenöl unterrühren.
Gelegentlich findet man schon fertig gekochte und in Scheiben geschnittene Polenta, was sehr praktisch ist, wenn man sie anschließend braten oder überbacken will. Sonst muss man die selbstgekochte Polenta auf ein Blech etwa 2 cm hoch verstreichen, kalt werden lassen und dann in Stücke schneiden (geht leichter, wenn man eine Silikonmatte als Unterlage nimmt).
Tortillas: Hier sind immer die mexikanischen dünnen Fladenbrote aus Maismehl gemeint, die ich manchmal als Zutat oder Beilage verwende. Nicht zu verwechseln mit den spanischen Tortillas, bei denen es sich um Omeletts handelt, so wie die klassische Tortilla española mit Kartoffeln.
Eier: Hartgekochte Eier brauchen 9 bis 10 Minuten, wachsweiche 6 Minuten. Vorher am dickeren Ende mit einem Eierpiekser anstechen, damit sie nicht platzen. Am besten schälen lassen sich übrigens im Airfryer erhitzte Eier (15 Minuten bei 140 Grad).
Pochierte Eier, auch verlorene Eier genannt, haben eine lockerere Konsistenz als gekochte Eier. Dazu Wasser mit Salz und einem Schuss Essig kochen. Ein Ei in eine kleine Tasse aufschlagen und dann in einem Rutsch ins sprudelnde Wasser gleiten lassen. Schnell das nächste Ei folgen lassen, damit alle möglichst die gleiche Kochzeit haben. Nach drei bis vier Minuten, je nach Größe der Eier, fischt man sie am besten mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser. Wenn es hübsch aussehen soll, kann man mit der Schere die Eiweißfetzen ein bisschen trimmen. (Oft liest man, man solle vorher im Wasser durch Rühren einen Strudel erzeugen. Das hält das Eiweiß ein bisschen zusammen, funktioniert aber nur, wenn man die Eier einzeln kocht, d.h. nicht in der schnellen Küche.)

Tofu: bekommt eine bessere, weniger quabbelige Konsistenz, wenn man es vorbehandelt. Am einfachsten ist, es vorher zu würfeln und ein paar Minuten in Brühe zu kochen. Oder man packt es zwischen zwei Lagen Haushaltspapier, legt darauf ein Schneidebrett und drückt kräftig drauf. Anschließend abtrocknen.
Gebraten wird Tofu mit reichlich Öl in der Pfanne oder in Öl geschwenkt im Ofen oder in der Heißluftfritteuse bei hoher Hitze. Am Vortag marinieren (etwa in Sojasauce, Ingwer und Knoblauch) lässt es etwas geschmackvoller werden. Oder man kauft bereits vormariniertes Tofu oder Räuchertofu.
Seidentofu: wird weder gepresst noch gebraten, da hier gerade die besonders weiche, eben seidige Konsistenz der Witz ist. Gibt’s mittlerweile in fast allen Bioläden.
Noch ein paar Grundrezepte
Kartoffelpüree
Für 2 Personen 1 Pfund mehlige Kartoffeln schälen, würfeln, in Salzwasser garkochen (10-20 Minuten, je nach Größe der Würfel). Währenddessen 1/2 bis 2/3 Tassen Milch (Hafermilch) erhitzen, je nachdem, wie weich das Püree werden soll.
Wasser abgießen, Kartoffeln kurz ausdampfen lassen, dann mit einem Kartoffelstampfer bearbeiten und schrittweise 3-4 EL (vegane) Butter einarbeiten. Am Schluss die Milch kräftig unterrühren. Noch etwas nachsalzen.
Bechamelsauce und andere Mehlschwitzen
Prinzip der Mehlschwitze: Mehl in Fett anrösten, dann Milch und/oder Brühe einrühren. Für dunklere Saucen Mehl und Butter unter Rühren mehr oder weniger braun werden lassen, bevor man die Flüssigkeit zugibt. Hafermilch ist kein Problem; Margarine ist eher nicht so gut, aber neuere Arten veganer Butter gehen auch.
Bechamel: 2 EL Mehl in 2 EL Butter oder Margarine anschwitzen, mit insgesamt einer guten Tasse Milch oder Hafermilch verrühren. Um Klumpen zu vermeiden, zuerst mit wenig Milch glattrühren, dann langsam restliche Flüssigkeit zufügen. Mit Muskat und Salz abschmecken.
Varianten:
Zum Überbacken (wie bei einer Moussaka) die Bechamelsauce mit mehr Mehl machen und am Schluss mit ein, zwei Eiern verquirlen.
Senfsauce: Bechamel mit Brühe statt Milch machen. Am Ende Senf, etwas saure Sahne und sehr wenig Salz unterrühren.
„Braten“-Sauce: Zwiebeln in Butter anbraten, mit Mehl bestäuben und mittelbraun werden lassen, mit Rotwein ablöschen und verdampfen lassen. Dann mit Brühe aufgießen und einkochen.
Tomatensauce
Erst fein gehackte Zwiebeln in Olivenöl anbraten, dann Knoblauch, etwas Tomatenmark, Zucker und Salz. Nun erst Dosentomaten und Oregano zugeben und etwa 15 Minuten ohne Deckel köcheln. Dabei öfters umrühren und die Tomaten zerdrücken.
Marinaden (für Tofu)
- Japanisch: Sojasauce, Reiswein, Reisessig, Sesamöl, geriebener Ingwer, Knoblauch, Chiliflocken
- Mexikanisch: Ananassaft (oder ein anderer Saft), Essig, Chilipaste, Knoblauch, brauner Zucker, Salz, gemahlener Kreuzkümmel oder Koriandersamen, Oregano
- Italienisch: Olivenöl, Balsamico-Essig, Knoblauch, etwas Honig, dünn abgeschälte Zitronenschale (optional), Rosmarin, Thymian und/oder Oregano, Salz und Pfeffer
Tofu zwischen Haushaltspapier oder mit einem Geschirrtuch ausdrücken und abtrocknen. In Würfel oder Scheiben schneiden, mit der Marinade bedecken. Möglichst über Nacht und höchstens vier Tage im Kühlschrank ziehen lassen.
Mürbeteig
150g Mehl, 50g Stärkemehl, 125g Butter (geht natürlich auch mit veganer Butter), 1 Ei, 2 EL Wasser und Salz schnell kneten. Wenn du dafür keine Küchenmaschine hast, solltest du die Butter ein paar Stunden vorher aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie nicht zu hart ist. Teig in ein feuchtes Geschirrtuch gewickelt mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen, dann erst in die gefettete Backform drücken.
Bei einer eher flüssigen Füllung empfiehlt es sich, den Teig vorzubacken, damit er nicht matschig wird. Fürs sogenannte Blindbacken den Teig in der Backform mit einer Gabel mehrfach anstechen, damit der entstehende Dampf ihn nicht von unten anhebt. Mit flachen Steinchen, getrockneten Riesenbohnen oder für diesen Zweck zu kaufenden Ton-Bohnen beschweren. Man kann auch Backpapier (möglichst PFAS-freies) zuschneiden und darauf getrocknete Bohnen schütten. 15 Minuten bei 160° backen.
Schneller Pizzateig
Ein richtiger Pizzateig sollte über Nacht gehen. Aber es geht notfalls auch anders:
400g Mehl, 1 Päckchen Trockenhefe, 200ml lauwarmes (!) Wasser, 1 TL Honig, 4 EL Olivenöl und 2 TL Salz 10 Minuten kneten, am einfachsten in der Küchenmaschine. In einer mit einem Tuch abgedeckten Schüssel 15-30 Minuten im lauwarmen Herd (unter 50°, Gasherd auf Stufe 1 einen Spalt offen lassen) gehen lassen. Zum Ausrollen (notfalls mit einer Weinflasche) Arbeitsplatte und Teig kräftig mit Mehl bestäuben.
Noch schnellerer Pizzateig
250g Mehl, 200g griechischen Joghurt, 1 TL Backpulver, ½ TL Salz verkneten. Sofort ausrollen oder flachdrücken.
Pfannkuchen
3/4 Tasse Mehl, 2 Eier, 1 Tasse Milch oder halbe-halbe Milch und Sprudelwasser (wird dadurch lockerer) und eine kleine Prise Salz verquirlen. Kurz ruhen lassen, damit das Mehl aufquillt. Butter und/oder Öl in der Pfanne erhitzen, Teig mit einem Schöpflöffel hineingießen und schnell verteilen (mit dem Löffel geht das meiner Erfahrung nach besser als durch kunstvolles Schwenken der Pfanne). Etwa 2 Minuten braten, bis der Pfannkuchen auch an der Oberfläche einigermaßen fest ist, dann mit einem gekonnten Wurf oder – realistischer – mit einem Pfannenwender wenden und bei geringerer Hitze noch eine Minute braten.
Gemüsebrühe
Um auch ohne Suppenhuhn oder Rinderknochen eine geschmackvolle Brühe zu produzieren, ist der Aufwand groß. Lohnt sich daher nur für größere Mengen und auf Vorrat.
Zwiebeln mit Schale halbieren, Pilze und Sellerie in Stücke schneiden. In einem großen Topf in Öl mit Tomatenmark und etwas Zucker kräftig braten. Mit Weißwein ablöschen, vollständig verdampfen lassen, und nochmal wiederholen. Dann mit viel Wasser aufgießen.
Fenchel, Lauch, Karotten – alles grob geschnitten – sowie Petersilie und nach Möglichkeit Liebstöckel (Maggi-Kraut), ein paar Zweige Rosmarin und Thymian, Lorbeerblätter, Nelken, ganze Pfefferkörner, Salz und Hefeextrakt (ersatzweise Hefeflocken) darin eine Stunde mit Deckel köcheln lassen, eine weitere Stunde ohne Deckel kräftiger kochen, damit sich die Flüssigkeit reduziert. Durch ein Sieb abgießen.
Zum Konservieren Einmachgläser mit Schraubdeckel in den kalten Backofen stellen und diesen auf 120° einstellen (Gasherd Stufe 1). Nach 20 Minuten Gläser herausnehmen und sofort die noch heiße Brühe einfüllen und verschließen.
Veganes Dashi (japanische Fischbrühe)
Für einen Liter 3 Scheiben Schwarzbrot oder Pumpernickel zerbröckeln und ohne Öl in einem Topf rösten, eine halbierte ungeschälte Zwiebel mit Schnittseite nach unten mitrösten. Mit 4 Tassen Gemüsebrühe aufgießen, ein paar Scheibchen Ingwer, getrocknete Algen, getrocknete Shiitake-Pilze und etwas Sojasauce zugeben. Mindestens 15 Min. köcheln, dann abseihen.
Vegane Sahne / saure Sahne
Cashewnüsse mindestens 12 Stunden einweichen, abgießen. In einen Standmixer geben, bis zur Hälfte mit frischem Wasser auffüllen und cremig mixen (geht bei kleineren Mengen auch mit Stabmixer, ist aber mühsamer). Für Cashewmilch einfach mehr Wasser zugeben. Vorsicht, hält sich auch im Kühlschrank nur kurz.
Für saure Sahne einen Spritzer Zitronensaft oder Essig und eine Messerspitze Salz zufügen.
Veganer Parmesanersatz
Ungeröstete Cashewnüsse, Hefeflocken und etwas Salz in Küchenmaschine oder Mixer sehr fein hacken.
Vegane Fischsauce
3 Noriblätter (das sind die Sushi-Algen; Dulse-Algen sind auch gut) und 3 getrocknete Shiitake-Pilze (oder Steinpilze) in 750ml Gemüsebrühe mit 1 TL Zucker, ¼ Tasse Sojasauce und 2 TL Misopaste mindestens eine halbe Stunde kochen. Abseihen und in einer verschließbaren Flasche im Kühlschrank aufbewahren.
Gemüse und seine Zubereitung
Zwiebeln: müssen natürlich vorher geschält und gehackt werden – wie fein, hängt vom Verwendungszweck ab. Feiner für feine Saucen, gröber für Gemüseragouts und dergleichen. Gegen Tränen hilft übrigens die Verwendung eines superscharfen Messers.
Ein Tipp zum Zwiebelschälen: Oben und unten einen halben Zentimeter abschneiden, dann der Länge nach halbieren. Am besten geht es, wenn man die Haut von oben anfangend mit dem Messer abzieht.
Roh sind sie oft ziemlich scharf und rufen manchmal ein Brennen im Magen hervor. Milder sind die großen Gemüsezwiebeln. Zwiebeln kann man die Schärfe nehmen, indem man sie in feine Ringe geschnitten 15 Minuten in Zitronensaft oder Essig und Salz einlegt. Das ist dann eine Art Pickle und passt gut zu Salaten und indisch angehauchten Gerichten.

Knoblauch: wird ebenfalls geschält und gehackt (außer in den wenigen Fällen, in denen etwas anderes angegeben ist).
Er lässt sich problemlos schälen, wenn man die flache Messerklinge auf eine Knoblauchzehe legt und einmal kurz draufschlägt. Durch das Aufbrechen der Zellstruktur wird auch mehr Aroma freigesetzt.
Zum Anbraten aber bloß nicht durch die Presse drücken, weil dabei zu viel Flüssigkeit austritt. Den Knoblauch vorsichtig anbraten, denn er wird schnell braun und bitter. Ich gebe ihn immer erst ein Weilchen nach den Zwiebeln in die Pfanne und reduziere die Hitze.
Schalotten: sind etwas milder als normale Zwiebeln. Dafür ist aber der Schälaufwand viel höher. Deshalb nehme ich, wenn Milde gefordert ist, lieber Gemüsezwiebeln oder das weiße untere Ende von Frühlingszwiebeln, oder ich lege normale Zwiebeln 15 Minuten in Zitronensaft oder Essig ein.
Frühlingzwiebeln: auch Lauchzwiebeln genannt, sind nicht nur im Frühling erhältlich – ihr Name kommt angeblich daher, dass sie früh geerntet werden. Ich brate oft das weiße untere Ende ein bisschen mit an und streue das mehr oder weniger feine geschnittene Grünzeug hinterher drüber. Ich nehme das auch oft statt Schnittlauch, der mir oft zu mild ist.
Lauch: ist mit Zwiebeln verwandt und lässt sich deshalb bei vielen
Rezepten an deren Stelle verwenden. Das ist etwa in der chinesischen Küche durchaus üblich.
Tipp zum Reinigen: Erde oder Sand sitzen meistens in der Mitte, wo der weiße in den grünen Teil übergeht. Schlitzt man die Lauchstange längs auf, kann man den Dreck leicht herauswaschen.
Tomaten: lassen sich am besten häuten, indem man sie blanchiert; dafür die Haut vorher auf einer Seite einschneiden. Da das aber Zeit und einen Extra-Topf bedeutet, hacke ich für Saucen oder Eintöpfe die Tomaten meistens einfach so klein, dass die Haut nicht stört. Mit einem großen und sehr scharfen Messer ist das gar nicht viel Arbeit.
Dosentomaten sind einfacher und im Winter auch besser fürs Klima, wenn die Tomaten eh verkocht werden. Ich schreibe zwar von Dosen, aber besser sind Gläser, weil die Kunststoffbeschichtung in den Dosen teilweise noch das Hormongift Bisphenol A enthält.
Paprika: Die roten und gelben sind reifer und daher süßer als die grünen, die aber gerade deswegen in manchen Rezepten auch ihre Berechtigung haben.
Hier ein Tipp zum schnellen Entkernen: Paprika oben und unten abschneiden, längs halbieren und das Kerngehäuse mit dem Messer herausdrücken oder schaben. Spitzpaprika haben eine dünnere Schale, sind also für feine Rezepte durchaus zu empfehlen, aber nicht zwingend nötig. Wenn das Gewürz gemeint ist, schreibe ich Paprikapulver.
Peperoni: ziehe ich den meisten Chilischoten vor, denn sie sind etwas milder, aber trotzdem geschmackvoll, vor allem die roten. (Grün sind sie, solange sie noch nicht reif sind, genau wie Paprika.) Wenn ich keine frischen Peperoni habe, nehme ich Chiliflocken – gerne Piment d’Espelette, getrocknete und zerstoßene nicht übermäßig scharfe Peperoni aus dem französischen Baskenland.
Möhren / Karotten: Möhren heißen bei mir Karotten – meine Familie kommt aus Bayern. Botanisch gibt es da keinen Unterschied, auch wenn der Einzelhandel einen das neuerdings glauben machen will.
Geschält finde ich sie besser (Schalen eignen sich gut für Gemüsebrühen). Da ich sie aber selbst dann nicht sonderlich mag, gibt es hier auch kaum Rezepte, in denen sie die Hauptrolle spielen. Sorry. Aber für die meisten Rezepte in der Rubrik „Knollen“ kann man problemlos Karotten nehmen, und auch Süßkartoffel-Rezepte eignen sich. (Das gleiche gilt für Pastinaken und Steckrüben, die ich noch weniger mag.)
Rote Bete: findet man oft schon vorgekocht, was geschmacklich tatsächlich kaum einen Unterschied macht und für die schnelle Küche daher ideal ist. Nur für gebackene oder geschmorte Gerichte aus dem Ofen sind die frischen vorzuziehen. Die aus dem Glas sind meist in eine Lake eingelegt und daher am ehesten für einen Salat geeignet.

Kürbis: ist für mich praktisch gleichbedeutend mit Hokkaido-Kürbis. Der hat zwei Vorteile: er ist geschmackvoll und man muss ihn nicht schälen, was angesichts der harten Schale von Kürbissen ein unschlagbarer Vorteil ist.
Butternut-Kürbis am besten halbiert 45 Min. im Ofen garen, dann geht das Kürbisfleisch leicht aus der Schale.
Sellerie: meint hier immer Sellerieknolle. Staudensellerie ist in vielen italienischen Ragouts und Saucen zwar eigentlich unabdingbar. Da ich ihn aber nicht ausstehen kann, weil er mit seinem kräftigen Geschmack alles andere zu erdrücken droht, ersetze ich ihn meist durch Fenchel.
Spinat: ist für die meisten Rezepte aus dem Tiefkühlregal völlig okay – als zentrales Gemüse eher ganz, als Zutat in einen Eintopf eher gehackt. Nur wenn er in einem Rezept die Hauptrolle spielt, ist frischer natürlich vorzuziehen. Davon musst du riesige Mengen kaufen, weil er so stark zusammenfällt beim Erhitzen. Sag im Zweifel dem Gemüsehändler die Zahl der zu Bekochenden.
Avocados: gelten zwar als Superfood, aber für die Umwelt und die Menschen in den Anbauregionen sind sie alles andere als super, weil dafür riesige Mengen Wasser abgezweigt werden. Auch der Kauf von Bioprodukten hilft da nicht. Ein paar Rezepte mit Avocados habe ich trotzdem aufgenommen für den Fall, dass du Avocados aus Kenia oder Kolumbien findest, wo das Wasser reichlicher ist als in den typischen Herkunftsländern Chile, Peru, Südafrika oder Spanien.
Bohnen, Kichererbsen und Linsen: sind Eiweißbomben. Konserven sind perfekt für die schnelle Küche und fast genauso gut wie selbst gekocht, mit Ausnahme von ein paar Gerichten, wo ich es aber dann eigens hingeschrieben habe. Auch hier gilt wie bei den Tomaten: lieber zum Glas greifen; ich schreibe nur aus Gewohnheit von Dosen.
Erbsen: sind aus der Tiefkühltruhe besser als aus der Dose und auch nicht viel schlechter als frisch aus der Schote.
Alternativen
Viele Zutaten sind nicht zu jeder Zeit und an jedem Ort erhältlich. Lass einfach Fantasie walten, wenn du ein Produkt nicht magst oder nicht kriegst. Man ersetze beispielsweise
- Staudensellerie durch Fenchel
- Pak Choi durch Chinakohl, Spitzkohl oder Mangold
- Grünkohl durch Wirsing
- Puntarelle durch Löwenzahn oder grünen Spargel
- Rote Bete durch Karotten
- Karotten durch Süßkartoffeln
- Kohlrabi oder Pastinaken durch Rettich oder Mairübchen
- Artischockenböden durch Topinambur
- Champignons (in einem asiatischen Gericht) durch Cashewnüsse
- Datteln durch Backpflaumen
- Pinienkerne durch Mandelstifte
- Tahini durch Mandelmus
- Reiswein durch Sherry
- Rotwein durch Balsamico-Essig (gut verdampfen lassen)
- Mango durch Pfirsich und vice versa
- Schnittlauch durch die grünen Teile von Frühlingszwiebeln
- und so gut wie jedes frische Kraut durch ein anderes (auch wenn dann manchmal eine witzige Fusion-Küche dabei herauskommt, etwa wenn man in Ermangelung frischen Basilikums Dill oder Schnittlauch nimmt)
Manchmal entstehen dabei dann auch ganz neue Kreationen, etwa wenn man grünen Spargel durch grüne Bohnen oder Grapefruit durch Birnen ersetzt. Und in solch kreativer Weise macht Kochen doch erst richtig Spaß!
Mengenangaben und Abmessen
Kein Abwiegen und Abmessen – das spart Zeit. Meine Rezepte funktionieren auch ohne akkurate Mengenangaben.
Und was sagt uns schon so was wie „2 cm Ingwer“, wo doch manche Ingwerwurzeln dreimal so dick sind wie andere, oder „1 Zwiebel“, wo doch manche dreimal so groß sind wie andere?
Es kommt beim Kochen, anders als beim Kuchenbacken, nämlich gar nicht wirklich auf die genaue Menge an.
Vom Gemüse nimmst du einfach nach Augenmaß – und bedenke dabei, dass vieles davon beim Kochen und noch mehr im Ofen schrumpft: Spinat oder Pilze besonders stark, Kartoffeln hingegen kaum.
Wo Mengenangaben für das Gelingen des Rezepts nötig sind, nehme ich wo immer möglich Tassen und Ess- oder Teelöffel. In den USA, wo ich ein paar Jahre lebte, ist das üblich. Ist sehr praktisch und geht schneller.
Eine Norm-Tasse (du kannst auch einfach ein Wasserglas nehmen) fasst 250ml. Das entspricht grob gerechnet knapp 200g Reis, Polenta, Linsen oder Zucker.
Butter bzw. Margarine misst du, wenn nicht auf der Verpackung Messstriche angegeben sind, mit dem Esslöffel: Ein gehäufter EL ist etwa 20g.
Bei Nudeln kommt man mit Tassen leider nicht weiter. Pro Person muss man knapp 150 Gramm rechnen, wenn es Nudeln mit Sauce gibt. Wenn Gemüse und sonstige Zutaten hinzukommen, reichen auch 100 Gramm. Für Spaghetti gibt es spezielle Portionierer.
Wie man Reis und Pasta am besten kocht, steht hier.
Bei Salz – wie auch bei Sojasauce oder Essig, wo zu viel einfach zu viel ist – musst du Fingerspitzengefühl entwickeln. Fang mit wenig an und probiere immer wieder, ob noch mehr zugegeben werden muss. Bei im Ofen gebackenem Gemüse muss man mit dem Salz sehr sparsam sein, weil dabei viel Wasser verdampft und das Salz sich konzentriert.
Im Zweifel koch lieber zu viel. Reste kann man immer einfrieren, am nächsten Tag ins nächste Gericht einarbeiten oder zwischendurch naschen oder als Proviant auf die Arbeit mitnehmen. Und sollte es mal zu wenig gewesen sein, passen vielleicht ein paar darübergestreute Nüsse, oder es gibt Brot dazu oder hinterher, wie in Frankreich üblich, noch Käse. Oder Joghurt, ein Stück Obst oder Kekse als Dessert.
Da es auf die genauen Mengen also nicht ankommt, steht bei meinen Rezepten auch keine Zutatenliste mit detaillierten Mengenangaben. Für deine Einkaufsliste schau einfach ins Rezept: Die Zutaten sind fett geschrieben.

Tassen pro Person
Reis: Pro Person reicht 1/3 Tasse als Beilage und 3/4 bis zu 1 Tasse, wenn Reis die Hauptrolle spielt. Dazu kommt Wasser im Verhältnis 1:2, also 1 Tasse Reis mit 2 Tassen Wasser.
Hier ein paar weitere Grundnahrungsmittel:
Couscous: 1/3 Tasse pro Person, Wasser im Verhältnis 1:1
Polenta: 1/4–1/2 Tasse, Wasser 1:4
Linsen: 1/4–1/2 Tasse, Wasser 1:3
Kochtechniken und Fachbegriffe
Schälen: erwähne ich meistens nicht, denn es ist entweder selbstverständlich (Zwiebeln und Knoblauch, Avocados, gekochte Eier) oder Geschmackssache (Kartoffeln, Karotten, Birnen und Äpfel) oder nicht nötig (Paprika, Topinambur, Hokkaido-Kürbis, Mairübchen und Ingwer).
Tomaten kann man schälen, wenn man sie vorher kurz in kochendes Wasser wirft. Das kostet aber Zeit und macht immer noch Arbeit. Ich schneide die Tomaten für Saucen oder so, wo Hautstücke stören würden, einfach ziemlich klein. Geht mit einem scharfen Messer ganz schnell. Oder ich nehme gleich Dosentomaten.
Viele Schalen kann man für eine Gemüsebrühe weiterverwenden. Dazu friere man sie in einem Plastikbeutel ein, bis genug für eine Brühe zusammengekommen ist.
Schneiden und hacken: Zwiebeln (und Knoblauch) müssen anschließend meist gehackt werden. Wie grob oder fein genau, erschließt sich aus dem Zusammenhang: eher fein für Saucen oder für kleine Zutaten wie Reis und Linsen, eher grob für Gemüseeintöpfe oder Aufläufe. Auch Kräuter werden vorher gehackt, aber nicht unbedingt fein. Hinterher übers Essen gestreutes Basilikum oder Koriandergrün darf gerne üppig sein und das heißt auch relativ großblättrig. Gemüse wird, wo nichts anderes steht, in mundgerechte Stücke oder Scheiben geschnitten.
Julienne schneiden (oder stifteln): bedeutet, Gemüse, meist Karotten, manchmal auch andere Rüben oder Lauch, in streichholzartige Stifte zu schneiden. Manche Hobel haben einen entsprechenden Einsatz dafür.
Waschen: erübrigt sich oft, wenn man Bio kauft, denn es besteht dann weder die Gefahr von Pestiziden noch von Keimbelastung. Um Sand oder Erde aus Lauchstangen, vor allem aus biologischem Anbau, herauszuwaschen, schlitzt man sie am besten längs auf und wäscht sie vor allem am Übergang zwischen weißem und grünem Teil unter fließendem Wasser. Im Wald gesammelte Beeren oder Bärlauch gut waschen, wenn man sie nicht kocht, um eventuelle Fuchsbandwurmeier zu entfernen. Pestizide werden durch eine leichte Dusche unter dem Wasserhahn nicht entfernt, denn sonst würden sie ja auch bei jedem Regen abgehen. Es soll helfen, Obst oder Gemüse 15 Minuten in Wasser mit Natron zu legen und dann abzuspülen.
Fetten: ist vor dem Befüllen von Tarte- und Auflaufformen sowie beim Backen auf dem Blech nötig. In letzterem Fall gehen stattdessen auch Silikonmatten; bei Backpapier hingegen ist Vorsicht angebracht, da die im Allgemeinen giftige PFAS enthalten. Mit Margarine geht das Einfetten am einfachsten, weil sie dafür die ideale Konsistenz hat.
Salzen: In Kochwasser kommt praktisch immer etwa 1 Teelöffel Salz, außer natürlich beim Kochen in Brühe. Direkt aus dem Salzstreuer salzen empfehle ich nicht, weil man die Menge Salz so nicht erkennen kann. Ich nehme einen Teelöffel, andere Leute schütten sich das Salz in die Handfläche, um die Menge abzuschätzen, wieder andere haben das Gefühl in den Fingerspitzen. Fang im Zweifel mit wenig an und würze bei Bedarf nach.
Kochen: findet, wenn nichts anderes erwähnt ist, in Salzwasser statt (Richtwert 1 TL Salz, bei Nudeln eher 2). Kochen sollte man aus Energiespargründen mit Deckel. Außer bei grünem Gemüse, das dadurch die Farbe verliert, und bei Nudeln, da das stärkehaltige Kochwasser sonst schnell überkocht und Deckel und Herd versaut. Man kann den Deckel in diesem Fall aber schräg aufsetzen.
Dünsten: ist das Kochen bei niedriger Temperatur im eigenen Saft, das heißt ohne oder mit nur ganz wenig Wasser oder Fett.
Dämpfen: ist das Garen von Gemüse in einem Siebeinsatz über kochendem Wasser, gerne im Schnellkochtopf, aber jedenfalls immer mit Deckel.
Reduzieren oder einkochen: geschieht durch Verdampfen, also Kochen bei starker Hitze. Handelt es sich um eine dicke oder stückige Sauce, muss man dabei ordentlich umrühren, um ein Anbrennen zu vermeiden.
Blanchieren: findet nur ein paar Sekunden, je nach Gemüse längstens eine Minute, in sprudelnd kochendem Salzwasser statt. Zuckerschoten oder Sojasprossen schmecken so delikater als ganz roh. Wer es ganz korrekt machen will (mache ich aber nie), schreckt das Gemüse anschließend unter kaltem Wasser ab, damit der Garvorgang sofort gestoppt wird.
Im Wasserbad kochen: heißt, Wasser in einem breiten Topf oder einer Pfanne erhitzen, bis sich erste Bläschen bilden, einen kleineren Topf hineinstellen und darin dann das Gericht zubereiten – meist eine Eiercreme, die man unter ständigem Rühren andicken lässt, ohne dass sich das Ei oder Eidotter zu stark erhitzt und dadurch gerinnt (wenn du jemanden beeindrucken willst,
sag dazu „zur Rose abziehen“).
Pochieren: ist das Kochen von aufgeschlagenen Eiern in sprudelndem Salzwasser mit einem Schuss Essig. Wie's geht, steht hier.
Braten: findet, wenn nichts anderes angegeben ist, mit Öl statt, aber nicht unbedingt in einer Pfanne. Ein breiter Topf mit dickem Boden und mit Deckel ist für viele Gerichte besser geeignet. Man kann auch im Ofen braten, aber da sich das meist nur auf Fleischbraten bezieht, spreche ich für unsere Zwecke dann von backen.
Ablöschen: bedeutet, dass man nach dem Anbraten von Zwiebeln oder was auch immer einen Schuss Flüssigkeit – Wein oder anderen Alkohol, Brühe, Essig, Saft – zugibt und unter Rühren fast vollständig verdampfen lässt. Im Fachjargon nennt man das deglacieren. Man kann den Prozess ein oder zweimal wiederholen, um besonders viel Geschmack herauszuholen, etwa um eine Gemüsebrühe zu machen.
Schmoren: beginnt mit Anbraten. Dann wird mit etwas Flüssigkeit abgelöscht und ganz langsam gekocht, zunächst mit Deckel. Diesen kann man am Ende wegnehmen zum Einkochen von zu viel Flüssigkeit und zur Konzentration des Geschmacks. Geht auch im Ofen in einem eigenen Schmortopf.
Frittieren oder ausbacken: heißt in heißem Fett schwimmend braten. Da man das Fett nur begrenzt häufig verwenden kann und die Entsorgung des alten Öls ein Problem darstellt, habe ich mir das abgewöhnt. Eine Ausnahme mache ich bei kleinen Mengen Ingwer, Knoblauch oder Peperoni, die ich als Aromaten in einem kleinen Saucentöpfchen in etwas Olivenöl frittiere. Das übrig gebliebene Öl benutze ich dann weiter zum Braten.
Backen: findet am besten im Backofen mit Umluft statt, da dann geringere Temperaturen nötig sind und man mehrere Etagen Bleche oder Roste gleichzeitig im Ofen haben kann. Wenn ich schreibe „im heißen Ofen“, meine ich Temperaturen so zwischen 200° und 220°. Vorheizen ist übrigens von so etwas wie Soufflees abgesehen, die schnell stocken müssen, um ein Zusammenfallen zu verhindern, nicht nötig und verbraucht bloß Energie. Aber es spart halt Zeit, wenn der Ofen schon heiß wird, während man noch mit den Vorbereitungen beschäftigt ist.
Überbacken oder gratinieren: kann man Gerichte am besten in einer flachen Auflaufform, die man bei starker Oberhitze in den Ofen stellt, am besten mit Grillfunktion, um eine schön hellbraune Kruste zu bekommen.
Blindbacken: nennt man das Vorbacken eines Teigbodens, bevor die Füllung draufkommt, etwa für eine Quiche. Damit der Teig sich nicht aufwölbt, beschwert man ihn mit getrockneten Bohnen oder sonstigen Gewichten (kleine, flache Kieselsteine oder eigens zu kaufende „Bohnen“ aus Ton). Siehe dafür das Grundrezept für Mürbteig.
Pürieren: geht am besten im Standmixer (die meisten Küchenmaschinen haben einen entsprechenden Aufsatz), ansonsten benötigt man einen Stabmixer dafür. Das gilt aber nicht für Kartoffelpüree, das man trotz des Namens nicht püriert, sondern mit einem Kartoffelstampfer stampfen muss, damit es nicht gummiartig wird.
Passieren: meint durch ein Sieb streichen oder durch eine flotte Lotte drehen, um Häutchen, Fasern, Kerne und dergleichen aus einer pürierten Flüssigkeit zu entfernen. Ist mühsam und für die nicht ganz so feine Alltagsküche kaum nötig.
Und die dazu nötigen Utensilien und -geräte
Kochtöpfe: Da braucht es mindestens eine kleinere Kasserole für Saucen und ähnliches, einen großen Topf zum Nudelkochen, aber auch einen schweren, breiten Topf, auf dessen dicken Boden man erst Gemüse – zum Beispiel Zwiebeln oder Auberginen für ein Ratatouille – anbraten (Röstaromen!) und dann im selben Topf weiterschmoren kann.
Wok: ist gut für alle Gerichte, wo etwas gebraten und gerührt werden muss, so Chop-Suey-mäßig. Kann man aber auch durch einen oben beschriebenen großen Topf mit dickem Boden ersetzen.
Schnellkochtopf: benutze ich gerne zum Kartoffelkochen, weil es damit deutlich schneller geht, und Bohnen oder Linsen würde ich ohne Schnellkochtopf wohl nie selber kochen. Außerdem lässt sich mit dem Siebeinsatz Gemüse vitaminschonend dämpfen. Schnellkochtöpfe haben zudem einen dicken Boden, auf dem man gut zuerst Zwiebeln und anderes anbraten kann, und können daher auch den eben genannten schweren Topf ersetzen.
Pfannen: Für die vegetarische Küche ist eine größere Pfanne als üblich nötig, weil Gemüse beim Braten viel stärker schrumpft als Fleisch, das heißt, es muss erst einmal eine größere Menge in die Pfanne passen. Eine zweite kleinere Pfanne ist sinnvoll, beispielsweise für Spiegeleier oder zum Nüsserösten.
Ich bevorzuge keramikbeschichtete Pfannen, denn eine Antihaftbeschichtung ist zwar praktisch, enthält aber immer giftige „Ewigkeitschemikalien“ (PFAS). Eisenpfannen mit dickem Boden sind das Non-plus-ultra, erfordern aber ein bisschen Pflege, damit sie nicht rosten. Außerdem ist Eisen verdammt schwer, so dass die Pfanne nicht allzu groß sein kann.
Ein Deckel für die Pfanne ist empfehlenswert (kann man auch getrennt kaufen), weil man damit ein Omelett ohne zu wenden garen oder schnell etwas in der Pfanne quasi überbacken kann.
Schmortopf: auch Bräter genannt, ist sehr praktisch, um erst Zwiebeln und Knoblauch und Was-auch-immer anzubraten und anschließend das Gericht ohne weiteres Gerät und Zutun im Ofen fertiggaren zu lassen. Spart also zwar keine Zeit, wohl aber Arbeitszeit.
Die bekanntesten kommen von Creuset, aber weniger namhafte und wesentlich preiswertere Modelle tun es genauso. In Ermangelung eines solchen Topfes kann man das Braten vorher in einer Pfanne erledigen, das Ganze dann in eine Auflaufform umfüllen und mit Alufolie abdecken.

Backblech: Im Ofen gebackenes Gemüse bekommt ohne viel Mühe viel Geschmack, weil dabei das Wasser verdampft und gewissermaßen ein Konzentrat übrigbleibt. Und man muss nicht daneben stehenbleiben und umrühren. Vorsicht: das Gemüse schrumpft dabei erheblich, d.h. man muss mehr als sonst einplanen – und übrigens aus demselben Grund auch weniger salzen. Da die großen Bleche sich nicht gut spülen lassen, ist es das Einfachste, eine Silikonmatte (kein Backpapier, wegen PFAS) daraufzulegen.
Messer: Mit einem nicht zu kleinen (d.h. mindestens 15 cm Klingenlänge) und sehr scharfen Kochmesser, auch als Chefmesser bezeichnet, macht Kochen unendlich viel mehr Spaß und geht auch schneller. Leider kostet so was ab 50 Euro aufwärts, aber die Investition lohnt sich! Du brauchst auch wirklich nur eines. Und einen Wetzstahl.

Eieruhr: (bzw. ein Handy-Timer) ist unabdingbar, wenn man die einzelnen Kochschritte zwecks Zeitersparnis ineinander verschachtelt. Während man eifrig die Sauce anrührt oder die Kräuter hackt, verkochen die Nudeln sonst womöglich.
Stabmixer: und zwar einer, mit dem man sowohl quirlen und Eischnee schlagen als auch hacken und pürieren kann.
Küchenmaschine: „dein bester Freund“, meint Starkochbuchautor Yotam Ottolenghi. In der Tat geht vieles leichter und schneller mit einer Küchenmaschine, die nicht nur Teig rühren und Sahne schlagen, sondern auch Gemüse raspeln, hobeln, hacken und mixen kann. Das lohnt sich besonders, wenn man für mehr als ein, zwei Leute kocht. Und ein Stabmixer ist auch für große Mengen nur mäßig geeignet.
Heißluftfritteuse (Airfryer): ist eigentlich gar keine Fritteuse (die Pommes frites aus der Heißluftfritteuse sind in Wirklichkeit auch nur Ofen-Pommes), aber ein tolles Gerät, um Gemüse etwa 20 Prozent schneller als im Backofen zu garen. Und der Frittierkorb lässt sich deutlich leichter reinigen als so ein Ofenblech. Für die schnelle Küche also wirklich eine Bereicherung.
Da keine großen Mengen hineinpassen, ist ein Airfryer vor allem für Beilagen oder einzelne Zutaten geeignet. Besonders Bratkartoffeln, Auberginen, Champignons und Tofu werden darin besser als in der Pfanne, weniger fettig bzw. knuspriger. Und man muss sich während des Garens nicht drum kümmern, sondern kann sich ganz auf die sonstigen Zubereitungsschritte konzentrieren.
Weitere sinnvolle Küchenutensilien
- Schneidebrett aus Holz (auf härteren Flächen wird das Messer schneller stumpf)
- Pfannenwender aus Holz (Metall würde die Pfanne verkratzen und Kunststoff sondert bei Hitze Schadstoffe ab)
- Sparschäler
- Sieb
- Quirl
- Schöpflöffel
- Schaumlöffel (nützlich, um etwa pochierte Eier aus dem Wasser zu holen)
- Knoblauchpresse (geht auch ohne; sehr fein hacken und mit dem Messerblatt zerdrücken reicht)
- Zitronenpresse
- Feine Reibe für Ingwer, Zitronen- oder Orangenschalen, kann man auch für Parmesan verwenden
- Gemüsehobel